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    Das Mysterium Kinderfüße und worauf du beim Schuhkauf achten solltest

    Das Mysterium Kinderfüße und worauf du beim Schuhkauf achten solltest
    November 17, 2021 anna
    von News

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    Der nächste Workshop zum Thema Kinderfüße und Kinderschuhe findet am 11.12.2021 von 9 – 11 Uhr statt.

    Kind spielt im Laub

    Foto bereitgestellt von Nicole Moser

    Welche Kinderschuhe soll ich kaufen?

    Diese Frage hat sich auch unsere Nici vor Kurzem gestellt als sie vor der Entscheidung stand welche Schuhe sie denn für ihre Tochter Emily, die Laufanfängerin ist, besorgen soll. Nach einer Umfrage in unserer Babyrella-Family hat sich schnell herausgestellt: diese Frage stellen wir uns wohl alle. Aus diesem Grund haben wir diesen Blogpost mit allen wichtigen Infos rund um Kinderfüße, Fußgesundheit und dem passenden Schuh für euch verfasst.

    Was man über Füße wissen sollte

    Der menschliche Fuß besteht aus 27 Gelenken, 26 Knochen, 60 Muskeln, über 1000 Bändern und 1.700 Nervenenden. Ganz schön viel für einen, verhältnismäßig, so kleinen Körperteil? Das stimmt, doch nur aufgrund des komplexen anatomischen Aufbaus und der sich daraus ergebenden Längs- und Querwölbung unserer Füße, ist es uns Menschen überhaupt möglich aufrecht und zweibeining zu gehen. Aufgrund besonderer Fetteinlagerungen in unseren Sohlen und der Fußmuskulatur, wird außerdem jeder Schritt bzw. Aufprall auf den Boden gedämpft. Aus dem anatomischen Aufbau unserer Füße ergibt sich außerdem, dass sie sehr beweglich sind, und sich je nach Belastung unterschiedlich strecken und dehnen können. Aus diesem Grund ist es tatsächlich so, dass ein Fuß im Stehen länger ist als im Sitzen. Wenn wir Menschen gehen, wird der Fuß aufgrund der Abrollbewegung, die die Füße durchlaufen, sogar nochmal ein Stückchen länger.

    All diese Eigenschaften unserer Füße sind nur einige der vielen Besonderheiten, die beim Kauf der passenden Schuhe  mit berücksichtigt werden sollten.

    Kinderfuß Kleinkind by pure photography

    Foto bereitgestellt von pure photography/Cornelia Eberl

    Die Entwicklung gesunder Kinderfüße

    Kinderfüße sind nicht einfach die verkleinerte Version eines Erwachsenenfußes. Wie auch der Rest des Körpers entwickeln sich die Füße eines Kindes über ihre ersten Lebensjahre hinweg bis ins Jugendalter hinein. Erst mit rund 15 Jahren ist dieser Vorgang vollständig abgeschlossen. Dabei durchlaufen sowohl Beine als auch Füße unserer kleinen Schätze verschiedene Entwicklungsphasen:

    Babys kommen in der Regel mit O-Beinen auf die Welt, das ist in dieser Lebensphase ganz normal und stört auch nicht beim Krabbeln. Erst mit zunehmendem Alter und den ersten Gehversuchen ändert sich die Belastung der Beine, wodurch Spannungen im Gewebe entstehen und sich die Gelenke neu ausrichten. So geschieht es, dass sich immer Alter von ca. 1,5 Jahren gerade Beinachsen entwickeln, die aufgrund einer Überkompensation der neuen Belastung durch den Körper im Alter von ca. 2,5 Jahren in X-Beine übergehen. Auch dieser Entwicklungsschritt ist aber vollkommen der Norm entsprechend, und kein Grund zur Sorge. Der Kinderkörper kann auch dieser Veränderung ausgleichend entgegenwirken, wodurch sich im Alter von 4 bis 6 Jahren die finalen geraden Beinachsen bilden.

    Kind auf Pickler-Dreieck

    Foto bereitgestellt von Peter Reiter Photography

    Doch nicht nur die Beine, auch die Füße an sich durchlaufen verschiedene Entwicklungsstufen, die ebenfalls auf die neue Belastung durch erweiterte motorische Fähigkeiten zurückzuführen sind. So haben z.B. fast alle Kinder bis zum 3. Lebensjahr Plattfüße. Dies liegt an den oben bereits erwähnten Fettpolstern, die bei Kindern in diesem Alter noch stärker ausgeprägt sind, und somit das Fußgewölbe verdecken. Eine weitere Form, die bis zu einem Alter von ca. 5 Jahren physiologisch sein kann, ist der sogenannte Knicksenkfuß. Bei dieser Fußstellung knickt die Ferse nach außen und der innere Knöchel sinkt leicht Richtung Boden ab. Aber wie bereits hervorgehoben, alle diese Entwicklungsschritte sind ganz normal und bilden sich in der Mehrheit der Fälle selbstständig wieder zurück. So sollten bei Schuleintritt die Beinachsen gerade und sowohl das Längs- als auch das Quergewölbe der Füße aufgerichtet sein.

    Kind betrachtet sitzend seine Füße

    Foto bereitgestellt von Peter Reiter Photography

    Barfuß die Welt entdecken

    Ja, richtig gehört. Will man eine gesunde Entwicklung des kindlichen Fußes unterstützen, sollte man so oft wie möglich auf Socken und Schuhe verzichten. Bestimmt tauchen nach dieser Aussage einige Fragen in euren Köpfen auf, die wir euch hier gerne beantworten wollen:

    Braucht mein Kind die Schuhe als Stütze für den Fuß?

    Nein, der Fuß hat sich schon über Jahrtausende hinweg ohne künstliche Stütze entwickelt, daher braucht er diese auch heute nicht. Genau genommen ist es sogar so, dass es unter Barfußvölkern, die ihr Leben lang ohne Stütze auf den Beinen sind, überhaupt keine Fußfehlstellungen gibt. Wie auch viele andere Muskeln in unserem Körper ist die Fußmuskulatur dafür gemacht den ganzen Tag zu arbeiten, wird der Fuß gestützt, schwächt dies die so wichtige Muskulatur sogar.

    Wie können sich Socken und Strumpfhosen negativ auf die Entwicklung von Kinderfüßen auswirken?

    Babys wollen sich bewegen, und müssen dies sogar, um die Entwicklung ihres Bewegungsapparates anzuregen. Socken oder Strumpfhosen können dabei nicht nur ihre Wahrnehmungen dämpfen, sie engen den Fuß auch ein und verhindern, dass Babys ihre Zehen richtig spreizen können (dies gilt besonders bei Socken und Strumpfhosen, die eigentlich schon zu klein sind). Es kann auch vorkommen, dass Babys ihre Socken oft selbstständig ausziehen, da sie diese einfach nicht tragen wollen. Übrigens ist aus diesem Grund auch von Stramplern und Schlafanzügen mit Füßen abzuraten. Diese sind den Kindern ebenfalls oft zu klein, oder es passiert, dass Kinder aus den vorgenähten Füßen herausschlüpfen und der Fuß somit im viel zu engen Hosenbein eingesperrt wird.

    Ohne Socken wird meinem Baby doch bestimmt kalt?

    Hierzu sei zuerst gesagt, dass Babys und Kinder gar nicht so leicht kalte Füße bekommen. Babys verfügen in ihren Füßen noch über mehr braunes Fettgewebe, das Wärme produziert. Auch sind Kinder viel aktiver als Erwachsene und lasten die vielen Muskeln in ihren Füßen somit so gut aus, dass diese besser durchblutet und somit auch nicht kalt werden.

    Ein weiterer Punkt, der in diesem Zusammenhang noch erwähnt werden sollte, ist, dass kalte Füße bei Kindern ohnehin kein Indikator dafür sind, dass dem Kind auch tatsächlich kalt ist. Die Körperwärme sollte immer im Nacken getestet werden. Ist der Nacken tatsächlich kalt, sollte dem Kind einfach eine Schicht mehr am Oberkörper angezogen werden. Alternativ dazu kann auch die Verwendung von Fußstulpen (= Legwarmers) wärmstens empfohlen werden.

    Darf mein Kind denn überhaupt noch Schuhe tragen?

    Auch hier ist die Antwort: Umso mehr ein Kind barfuß unterwegs ist, desto besser. Jedoch gibt es auch Situation in denen Schuhe ganz klar zu empfehlen sind, z.B. zum Schutz vor Verletzungen, Kälte und/oder Nässe. Für diese Fälle ist die Auswahl des richtigen und passenden Schuhs allerdings essentiell. In der Praxis ist es viel zu oft so, dass Kinderschuhe schlechthin einfach zu kurz sind, einen zu schmalen Zehenbereich aufweisen, eine harte bzw. unflexible Sohle haben, die Stellung des Fußes aufgrund eines unnötigen Fußbettes und/oder Fersenerhöhung verändern, oder eine zu steife Fersenkappe haben.

    Der passende Kinderschuh

    … ist manchmal ungefähr so leicht zu finden wie die Nadel im Heuhaufen. Häufig tragen Kinder Schuhe, die ihnen eigentlich zu klein und zu eng sind. Dies ist auf mehrere Ursachen zurückzuführen, die wir hier beispielhaft anführen:

    • Das Nervensystem der Kinder ist oftmals noch nicht ausgereift, wodurch sie nicht spüren (bzw. artikulieren können), dass ihre Schuhe nicht passen.
    • Größenangaben stimmen nicht mit der korrekten Innenlänge der Schuhe überein.
    • Der altbekannte Drucktest mit dem Daumen wird verfälscht, da Kinder dazu neigen ihre Zehen dabei einzurollen.
    • Die Füße von 3- bis 6-Jährigen wachsen im Monat ca. 1mm. Bei jüngeren Kindern ist es sogar noch mehr.

    Doch wie kommt man nun als Elternteil zu den passenden Schuhen für das Kind? Die einfache Antwort: nachmessen.

    Kinderschuhe von Wildling

    Foto bereitgestellt von Nicole Moser

    (Kinder-)Füße messen

    Um den passenden Schuh für den Fuß eines Kindes zu finden ist es entscheidend die Innenschuhlänge (ISL) und -breite (ISB) zu kennen. Dafür gibt es einige Messmethoden, die entweder mit oder ohne Hilfsmittel ganz einfach Zuhause durchgeführt werden können. Für alle Möglichkeiten gilt es den Fuß vorzugsweise am Nachmittag zu messen, und diesen dabei voll belastet auf dickes Papier (bzw. dünnen Karton) zu stellen.

    Freihändig messen

    Stelle den Fuß des Kindes hierzu wie oben beschrieben auf ein Blatt Papier oder Karton. Nun werden die Fußumrisse abgezeichnet, am besten du verwendest dafür einen möglichst dünnen Stift, um die Zeichnung nicht zu verfälschen. Wir empfehlen hierzu z.B. nur die Miene eines Kugelschreibers zu benutzen.

    Vergleich Umfang Kugelschreiber und Miene

    Wenn du für beide Füße einen Umriss angefertigt hast (das benötigst du, weil Füße fast immer unterschiedlich groß sind), zähle zum längsten Zeh des größeren Fußes noch mind. 12 mm (max. 17 mm) dazu. Nun kannst du die Schablone ausschneiden und in die zur Auswahl stehenden Schuhe legen.

    Um die Fußbreite zu ermitteln, schneide ein kleines Stäbchen oder einen Strohhalm auf die gemessene Fußbreite zu, und stecke dieses ebenfalls in den Schuh. Hierbei ist wichtig, dass das Stäbchen die Außenseiten des Schuhs zwar berührt, diese aber nicht ausbeult.

    Nachmessen der Schuhbreite

    Die Schuhkarton-Methode

    Mit der Schuhkarton-Methode kannst du dem Kind und dir den Messvorgang um einiges erleichtern. Anstatt den Umriss des Fußes abzuzeichnen, stellst du einen Fuß des Kindes einfach in einen Schuhkarton, und zwar so, dass er an den Kanten hinten und seitlich ansteht. Nun kannst du den längsten und breitesten Punkt des Fußes ganz einfach markieren, ohne dass etwas verrutscht.

    Messen mithilfe der Schuhkarton-Methode

    Die Duplo-Methode

    Die Duplo-Methode funktioniert gleich wie die Schuhkarton-Methode, und kann angewandt werden, wenn einmal kein Karton griffbereit ist. Wir empfehlen dir hierzu allerdings auch die Umrisse der Duplo-Steine festzuhalten, da diese beim Messen verrutschen könnten.

    Nachmessen mit der Duplo-MethodeNachmessen mit der Duplo-Methode

    PLUS 12

    Das Plus 12 ist ein schuhgrößen- und markenunabhängiges Messgerät, das speziell für Kinderfüße entwickelt wurde. Mithilfe des Maßbandes und der dazugehörigen Base lassen sich Fußlänge mitsamt der passenden Innenschuhlänge ermitteln. Der Name des Gerätes ergibt sich im Übrigen daraus, dass die oben erwähnten 12 mm Spielraum, die der gemessenen Länge hinzugefügt werden müssen, hier schon automatisch mit einberechnet werden.

    Messen eines Kinderfußes mittels Plus12

    Doch dies ist nicht das einzige „Plus“ dieser Messmethode. Mit dem kleinen Haken, der am Ende des Maßbandes befestigt ist, wird auch die Zehenraumhöhe schon mit berücksichtigt. Das heißt so lässt sich im auserwählten Schuh später auch genug Zehenfreiheit sicherstellen.

    Messen eines Kinderfußes mittels Plus12

    Ein weiterer Vorteil ist auch, dass man keine Schablone mehr angefertigten muss, denn du kannst das Maßband kann ganz einfach selbst in den zu testenden Schuh stecken.

    Das einzige Manko an dieser Methode: Die Innenschuhbreite kann hiermit nicht gemessen werden.

    Wenn du gerne PLUS 12 ausprobieren möchtest, findest du hier weitere Infos und eine Bestellmöglichkeit.

    Freizehn Größenfinder

    Freizehn ist ein deutscher Onlineshop, der Barfußschuhe speziell für Kinder verkauft. Da bei über 30 Marken im Sortiment schnell aufgefallen ist, dass die Schuhe sich vor allem in ihren Größenangaben stark voneinander unterscheiden, wurde ein eigener Größenfinder ins Leben gerufen. Hier können Länge und Breite von Kinderfüßen eingegeben werden und schon wird der passende Schuh in der richtigen Größe vorgeschlagen.

    Hier könnt ihr den Größenfinder von freizehn ausprobieren.

    Die Auswahl eines Kinderschuhs

    Für Babys und Kleinkinder gilt grundsätzlich, dass sie weder zum Krabbeln noch zum Laufen lernen Schuhe brauchen. Das heißt in erster Linie sollten sie so oft wie möglich barfuß bleiben, wahlweise können auch Antirutschsocken eingesetzt werden (diese dürfen dann aber nicht zu eng sein). Wer gerne auf Lederpatschen zurückgreifen möchte sollte darauf achten, dass diese aus möglichst weichem Leder bestehen, und der eingearbeitete Gummizug nicht zu eng ist. Ansonsten könnte der Fuß nach vorne geschoben werden, wodurch sich der eigentliche Abrollraum hinter die Ferse verschiebt.

    Kind geht barfuß

    Foto bereitgestellt von Peter Reiter Photography

    Sobald es so weit ist, und ein Kind auch Outdoor längere Strecken gehen kann, gibt es 8 Kriterien, die zur Wahl eines passenden und gesunden Schuhs beitragen können:

    1. Flexibilität

    Umso flexibler ein Schuh ist, desto besser kann die Fußmuskulatur aktiv werden. Um die Flexibilität eines Schuhs festzustellen, kann getestet werden, wie leicht sich ein Schuh verformen lässt. Außerdem sollte man stets darauf achten ob z.B. in der Einlagesohle Verstärkungen in den Schuh eingearbeitet sind und wie flexibel die Fersenkappe ist. Ist diese zu steif, richtet der Schuh die Ferse auf, wodurch die Fußmuskulatur nicht mehr trainiert wird. Die dadurch entstehende Valgusstellung kann auch später noch bestehen bleiben.

    Flexibilität eines Barfußschuhs

    2. Zehenbox

    Die meisten Schuhe haben eine zu schmale Zehenbox wodurch die Zehen der Kinder zusammengedrückt oder in eine bestimmte Richtung gepresst werden. Dadurch kann es in weiterer Folge unter anderem zu einem Hallux Valgus, einem Schneiderballen oder einem Spreizfuß kommen. Man sollte also darauf achten, dass die Zehenbox breit genug für den Kinderfuß geformt, und nicht aufgebogen ist.

    Vergleich Kinderschuhe

    Links ein Barfußschuh mit breiter Zehenbox, rechts ein herkömmlicher Kinderschuh mit spitz zulaufender Zehenbox

    3. Breite

    Wie oben bereits erwähnt muss auch die Breite des Fußes unbedingt gemessen werden. Oftmals passiert es beim Schuhkauf, dass man zu einer Nummer größer/kleiner greift, weil der Schuh in der Länge nicht passend ist. Dies kann aber dazu führen, dass Kinder Schuhe tragen, die nicht der tatsächlichen Breite ihres Fußes entsprechen.

    Messung der Breite eines Kinderschuhes

    4. Höhe

    Auch die Höhe eines Schuhs ist ein entscheidender Faktor beim Schuhkauf. Hier sollte immer darauf geachtet werden, dass der Schuh im Zehenbereich genug Platz nach oben bietet. Zusätzlich ist auch die Spannhöhe stets miteinzubeziehen, so können auch Kinder bereits einen hohen, niedrigen oder eben „normalen“ Spann haben.

    5. Sprengung

    Hat ein Schuh eine Sprengung, bedeutet das, dass die Schuhsohle an der Ferse dicker gearbeitet ist, und sich so ein Absatz ergibt. Was in früheren Zeiten z.B. beim Reiten entscheidend war, um Halt im Steigbügel zu gewinnen, wirkt sich heute eigentlich negativ auf die Fußgesundheit aus. Durch die Sprengung beeinflusst entsteht ein unnatürlicher Bewegungsablauf, weswegen im Idealfall ganz auf diese verzichtet werden sollte.

    Kinderschuh mit Sprengung

    Hier ist die Sprengung deutlich erkennbar, da die “Noppen” der Sohle von vorne nach hinten immer dicker werden. Der Fuß nimmt somit im Fersenbereich eine unnatürliche, erhöhte Stellung ein.

     

    Vergleich Einlage Kinderschuhe

    Auch in die Einlagesohle kann unter Umständen eine Sprengung eingearbeitet sein.

    6. Fußbett

    Tatsächlich wirkt sich auch ein Fußbett negativ auf die Fußmuskulatur aus. Zum einen wird der Fuß durch ein Fußbett in eine für ihn unnatürlich Form gezwungen. Zum anderen wird die Fußmuskulatur dazu verleitet sich im Fußbett auszuruhen. Die künstliche Stütze, die durch das Bett erzeugt wird, trägt dazu bei, dass die Fußmuskulatur nicht mehr trainiert und dadurch in weiterer Folge sogar geschwächt wird. Auf ein Fußbett sollte man also ebenfalls im Idealfall gänzlich verzichten.

    7. Verschluss

    Ein weiteres wichtiges Auswahlkriterium ist der Verschluss eines Schuhs. Hier sollte darauf geachtet werden, dass sich die Weite stets regulieren lässt. Aus diesem Grund empfiehlt es sich eher zu einem Schnürschuh zu greifen als zu einem Modell mit Klettverschluss, da sich die Schnürung leichter anpassen lässt. Wer nicht auf die Selbstständigkeit des Kindes verzichten möchte, die der Klettverschluss mit sich bringt, kann z.B. versuchen mit elastischen Schnürsenkeln mit Kordelstopper zu arbeiten.

    8. Stoßdämpfung

    Geht es um die Wahl des richtigen Schuhs ist auch die Stoßdämpfung immer wieder ein heißes Thema. In Wahrheit ist es allerdings so, dass eine extra Stoßdämpfung im Schuh gar nicht notwendig ist. Unsere Gelenke und Bandscheiben erfüllen diesen Zweck von ganz allein.

    Barfußschuhe für Kinder

    Bei Barfuß- oder auch Minimalschuhen handelt es sich um Schuhe in deren Entwicklung versucht wurde so viele positive Schuheigenschaften wie möglich miteinander zu vereinen, um eine gesunde Alternative zum Barfußlaufen zu erreichen. Diese Schuhmodelle erfüllen dabei genau die oben genannten Eigenschaften eines gesunden Schuhs. Durch ihre flexible Sohle und Fersenkappe kombiniert mit einer großen Zehenbox, wird dem Fuß genügend Raum geboten, um richtig arbeiten zu können. Außerdem kommen diese Schuhmodelle auch ganz ohne eine Sprengung, ein Fußbett oder eine Stoßdämpfung aus, wodurch die Fußmuskulatur aktiv und trainiert bleiben muss und kann.

    Wildling Barfußschuhe getragen

    Foto bereitgestellt von Nicole Moser

    Barfußschuhe gibt es für Kinder und Erwachsene, doch während ein erwachsener Fuß sich in den meisten Fällen erst wieder an die natürliche Gangart gewöhnen muss, sind diese Schuhmodelle gerade für Laufanfänger perfekt geeignet. Die empfindlichen und noch leicht formbaren Kinderfüße können sich so in einer gesunden Umgebung entwickeln, ohne, dass ihre natürlichen Funktionen dabei eingeschränkt werden.

    Laufanfänger mit Barfußschuhen

    Foto bereitgestellt von Nicole Moser

    Bitte beachten: Die Bezeichnung Barfußschuh ist nicht geschützt, und kann daher von jedem Hersteller unabhängig von den tatsächlichen Eigenschaften des Schuhs genutzt werden. Ob es sich tatsächlich um einen Barfußschuh handelt, muss daher immer erst anhand der 8 Kriterien wie oben beschrieben getestet werden.

    Manchmal gibt es nicht für jede Gelegenheit den perfekten oder passenden Barfußschuh. In diesen Fällen besteht immer die Möglichkeit sich für einen sogenannten Kompromissschuh zu entscheiden. Solange der Schuh so viele der positiven Schuheigenschaften wie möglich abdeckt, und dazu noch in der richtigen Größe gekauft wird, ist auch das schon ein richtiger Schritt hin zu gesunden Kinderfüßen.

    Barfußschuhe für Kinder kaufen

    Nach all den theoretischen Ausführungen rund um Fußgesundheit und das richtige Schuhwerk kommen wir schlussendlich noch zu der eigentlichen Wissenschaft: Der Kauf des perfekten Kinder Barfußschuhs. Die Qual der Wahl können wir euch zwar nicht abnehmen, aber zumindest die Suche lässt sich etwas leichter gestalten, indem wir euch hier die bekanntesten Marken und ihre Onlineshops auflisten:

    Kann man Barfußschuhe auch gebraucht kaufen?

    Ja, Barfußschuhe können tatsächlich auch noch ein „zweites Mal“ getragen, und somit gebraucht gekauft werden. Damit bereits getragene Barfußschuhe ihre volle Wirkung entfalten können, ist immer darauf zu achten, dass diese keine extremen oder unregelmäßigen Abnützungen aufweisen. Wer sich für diese kostengünstigere und ökologisch sinnvolle Variante entscheidet sollte sich auf jeden Fall mal durch Facebook klicken, denn dort gibt es einige interessante Gruppen, die sich auf dieses Thema spezialisieren, zu entdecken.

    Für alle aus Graz und Umgebung haben wir noch einen besonderen Tipp, denn wir haben mit Cornelia Eberl gesprochen, die im Juli 2020 gemeinsam mit einer weiteren Mama selbst die Facebook-Gruppe „Grazer Mamas Barfußschuhe-Marktplatz für Kinder“ gegründet hat. Cornelia, die neben dem Mamaalltag auch noch Familienfotografin ist, beschäftigt sich schon länger mit dem Thema Fußgesundheit. Aus reinem Interesse, um auch ihrem Sohn die „richtigen Schuhe“ besorgen zu können, wurde schließlich ein Herzensthema, das im vergangenen Jahr in die Gründung der Facebookgruppe für gebrauchte Barfußschuhe in Kindergrößen überging. Mit der Gruppe soll allen „Barfußschuh“-Eltern die Möglichkeit einer lokalen Plattform zum Kauf und Verkauf geboten werden. Besonderes wichtig ist es den beiden Gruppenadmins, dass alle Gruppenmitglieder aus derselben Umgebung stammen, damit auch die Möglichkeit gegeben ist sich zu treffen, Schuhe zu vermessen und anzuprobieren. Natürlich sind aber auch der Austausch unter den Eltern und die Verbreitung hilfreicher Tipps mehr als erwünscht.

    Babyfüße by pure photography

    Foto bereitgestellt von pure photography/Cornelia Eberl

    Grazer Mamas Barfußschuhe-Marktplatz für Kinder ist eine private Facebookgruppe, die derzeit ca. 900 Mitglieder umfasst. Geführt und moderiert wird die Gruppe von den 2 Admins Cornelia Eberl und Daniela Oberreiter, die als Familienfotografin und Ergotherapeutin ein besonderes Gespür für ihre Sache mitbringen.

    Unsere Expertin

    Dieser Blogbeitrag ist mit tatkräftiger Unterstützung von Kathi Prietl entstanden, die uns mit den wichtigsten Infos und zahlreichen Erklärungen sowie Fotos versorgt hat. Kathi ist seit 2016 als selbstständige Kinderphysiotherapeutin in Frohnleiten tätig. Ihr Schwerpunkt liegt dabei auf der Behandlung von Säuglingen und Kindern bzw. Schwangeren und Müttern kurz nach der Entbindung. Während ihrer Tätigkeit mit Familien haben sich die Themen Stillen, motorische Entwicklung im 1. Lebensjahr sowie Kinderfüße und Kinderschuhe immer wieder besonders hervorgetan, weswegen Kathi ihr Wissen mittlerweile auch im Rahmen von Vorträgen an Eltern weitergibt. Die Kurse finden einmal pro Quartal online statt. Hier geht es direkt zur Anmeldung.

    Kinder Physiotherapeutin Kathi Prietl (c) Peter Reiter

    Foto bereitgestellt von Peter Reiter Photography

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